Internationale Forschungstelle Mehrsprachigkeit
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Sprachumschaltung

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Programm

PROGRAMM 2017

Veranstaltungen aus dem Jahr 2014, 2015, 2016 sowie Anfang 2017 finden Sie im Archiv.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zu den Veranstaltungen sowie zur Anmeldung.

ifm@daf.lmu.de

 

 

NOVEMBER


06.11.2017

Kursbeginn Students4Refugees im Wintersemester 2017 (Niveaustufe B1.2)


06. - 24.11.2017

Michael-Clyne-Forschungsprofessur 2017 mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ingrid Gogolin (Universität Hamburg)

MC Logo verschlungen


09.11.2017                                                                                                  19:00 - 20:30 Uhr
Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München, kleine Aula - Raum A120

Öffentlicher Vortrag MCF

Mehrsprachigkeit – die Bildungssprache des 21. Jahrhunderts


In großen internationalen ‚Think Tanks‘, in einflussreichen Organisationen wie der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development), in bedeutenden Stiftungen und Wirtschaftsunternehmen werden Konzepte dafür entwickelt, wie Bildung im 21. Jahrhundert gestaltet sein soll. „Fähigkeiten für das 21. Jahrhundert“ ist eine Metapher, unter der sich solche Konzepte versammeln. Im Vortrag werden Beispiele solcher Konzepte vorgestellt und unter der leitenden Frage analysiert, in welcher Weise sie sich mit der Frage der sprachlichen Bildung im 21. Jahrhundert befassen. Den Rahmen der Analyse bilden Beobachtungen zur sprachlichen Vielfalt in der Schülerschaft als Voraussetzung sprachlicher Bildung sowie der Forschungsstand zur Frage, welchen Nutzen die Mehrsprachigkeit von Lernenden für das gemeinsame Lernen aller Kinder und Jugendlichen mit sich bringen kann.

 

16.11.2017                                                                                                 19:00 - 20:30 Uhr
Stadtbibliothek Westend, Schießstättstraße 20 c

Elternseminar zur mehrsprachigen Erziehung

Referentin: Andrea Wünsch


22.11.2017                                                                                                  17:00 - 18:30 Uhr
Stadtbibliothek Berg am Laim, Schlüsselbergstraße 4

Elternseminar zur mehrsprachigen Erziehung

Referentin: Isabel Cristina Restrepo


22.11.2017                                                                                                 18:00 - 20:00 Uhr
Schellingstraße 3, VG, Raum S005

Vortrag im Linguistischen Kolloquium MCF

Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeitverlauf: Design und erste Ergebnisse einer Langzeitstudie


Das Thema „Mehrsprachigkeit“ hat in verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen in den letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit erfahren – man sollte also eigentlich vermuten, dass zu vielen Fragen ein gesättigter Forschungsstand erreicht sei. Wenn man aber genauer in die publizierten Forschungsberichte blickt, fällt auf, dass in einem großen Teil der Forschung, die mit individueller Sprachentwicklung befasst ist, Begriffe „Zweisprachigkeit“ und „Mehrsprachigkeit“ in eins gesetzt werden: geforscht wird über das Verhältnis von zwei Sprachen so, als sei dies der prototypische Fall, in dem alle Aspekte mit erfasst seien, die bei der Entwicklung in drei oder mehr Sprachen auftreten. Dafür allerdings fehlt es an wissenschaftlichen Beweisen.
Im Forschungsprojekt „Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeitverlauf (MEZ)“, das von 2014 bis 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, wurde die tatsächliche sprachliche Lage von Kindern und Jugendlichen, die heute in Deutschland heranwachsen, zum Ausgangspunkt genommen: (so gut wie) niemand absolviert eine Schule als einsprachige Person. Alle Schüler/innen lernen bereits in der Grundschule eine erste Schulfremdsprache, zumeist Englisch. Mehr als ein Drittel der Schülerschaft erhält Unterricht einer zweiten Fremdsprache. Und ebenfalls mehr als ein Drittel der Schüler/innen – in Großstädten ist dieser Anteil erheblich höher – wächst mit zwei oder mehr als zwei Sprachen auf, meist im Kontext von Migration. Angelehnt hieran, wird im MEZ-Projekt die Sprachentwicklung von Schüler/innen der Sekundarstufe I in folgenden Sprachkonstellationen untersucht: alle Teilnehmenden werden in Deutsch und Englisch getestet. Schüler/innen mit einem entsprechenden sprachlichen Hintergrund werden zudem in Russisch oder Türkisch als Migrations-Herkunftssprachen getestet. Und schließlich werden jene, die am Unterricht des Französischen oder Russischen als zweite Fremdsprache teilnehmen, in dieser getestet. Die vorliegende Stichprobe besteht aus ca.1.800 Schüler/innen. Ihre Sprachentwicklung wird im Verlaufe der Klassen 7 bis 9 bzw. 9 bis 11 viermal geprüft (Zwei-Kohorten-Sequenz-Design). Die MEZ-Studie ist nicht nur in dieser Hinsicht innovativ; es handelt sich um die weltweit erste Untersuchung, in der die Komplexität der Sprachentwicklung in solch umfassender Weise in den Blick genommen wird.

 

24.11.2017                                                                                                                10:00 - 16:00 Uhr
Ludwigstraße 27, Raum wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Doktorandenkolloquium mit Prof. Dr. Ingrid Gogolin

Für Themen im Bereich Mehrsprachigkeit, sprachliche Bildung im erziehungswissenschaftlichen Kontext

Anmeldung bitte unter ifm@daf.lmu.de


25.11.2017                                                                                                               15:00 - 17:00 Uhr
Schellingstraße 3, Rückgebäude (Raum 203)

Elternseminar mit parallelem Schreibworkshop für Kinder ab 6 Jahren

Diese Veranstaltun richtet sich an alle Eltern, die gerne mehr über mehrsprachige Erziehung, mit Schwerpunkt Schriftspracherwerb, erfahren möchten. Dazu wird es einen kurzen fachlich-wissenschaftlichen Input geben. In entspannter Atmosphäre lädt die Referentin ein, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Parallel dazu laden wir Kinder, im Alter zwischen 6 und 10 Jahren, zum kreativen Schreibworkshop ein. Hier können sie sich mit Spiel und Spaß beim Schreiben auch in unterschiedlichen Sprachen ausprobieren.

Um Anmeldung bis 22.11. wird gebeten unter ifm@daf.lmu.de

Hier geht's zum Plakat

 

28.11.2017

IFM wird 4 Jahre alt

 

06.12.2017                                                                                                              18:00 - 20:00 Uhr
Schellinstraße 3, VG, S 005

Linguistisches Kolloquium

Bilingualism beyond languages: the neural impact of bilingualism

Prof. Dr. med. Dr. Phil. Jubin Abutalebi (Università Vita-Salute San Raffaele)

The human brain has not only evolved to accommodate a single language but is, in fact, fully equipped to acquire more than one language as in bilingual and multilingual individuals. However, bilingualism does not only express itself as the ability to speak more than one language but appears to shape individual performance on tests of cognitive functioning. The cognitive processes most likely to be affected by bilingualism are those involved in cognitive systems orchestrating resources assigned to attentional and executive control.
Beyond behavioural differences, bilingualism seems to affect brain structure as well. Indeed, bilingualism induces experience-related structural changes (i.e., in terms of increased grey or white matter density) in areas that are 1) part of the executive control network such as the frontal lobes, the left inferior parietal lobule, the anterior cingulate cortex (ACC), and in subcortical structures such as the left caudate and left putamen and 2) part of the lexico-semantic system such as the temporal lobes. The primary goal of my presentation is to provide an overview of the functional and structural changes induced by bilingualisms, and, second, to illustrate specifically how eventually these brain changes may protect the human brain from cognitive decline during healthy aging.

 

 

 

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